Sarstedt, 12. Mai 2015

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Hospizvereine wollen zusammen arbeiten

Hildesheimer Verein „Geborgen bis zuletzt“ und Ökumenischer Hospizdienst Sarstedt schließen Kooperationsvertrag

Die beiden Vorsitzenden der Hospizvereine, Pastor Hans-Peter Borcholt und Friedrich Wißmann, haben den Kooperationsvertrag unterzeichnet. Foto: Barth

Landkreise Hildesheim und Hameln-Pyrmont. Der Hospizverein „Geborgen bis zuletzt“ im Kirchenkreisverband Hildesheim und der Ökumenische Hospizdienst Sarstedt wollen in Zukunft eng zusammen arbeiten. Dafür haben die beiden Vorsitzenden Friedrich Wißmann aus Hildesheim und Pastor Hans-Peter Borcholt aus Sarstedt einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die Vereine bleiben unabhängig voneinander und behalten jeweils einen eigenen Vorstand, wollen aber ihre Kompetenzen zusammenbringen und ihre Einsätze besser miteinander koordinieren. Das werde sich besonders bei der Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter auszahlen, meinen die Vorstände.

Der Hospizverein „Geborgen bis zuletzt“ ist seit 2008 in den Regionen Hildesheim, Salzhemmendorf-Coppenbrügge und Bockenem-Hoheneggelsen tätig und kann dabei zurzeit auf etwa 80 Ehrenamtliche zurückgreifen. Der Ökumenische Hospizdienst feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Dem Verein gehören elf aktive Sterbebegleiterinnen und Sterbebegleiter an, die in der Stadt Sarstedt und den umliegenden Gemeinden die Menschen aufsuchen.

Die Vorstände der beiden Hospizvereine wollen in Zukunft eng zusammenarbeiten. Vorn die Vorsitzenden Pastor Hans-Peter Borcholt und Friedrich Wißmann, dahinter von links die Vorstandsmitglieder Matthias Böning, Cordula Stepper, Martin Sohns, Helga Anton, Gabriele Klatte, Karin Cornelius und Sigrid Gottschalk. Foto: Barth

Die Koordinatoren des Vereins „Geborgen bis zuletzt“, Martin Sohns und Rita Willke, werden von nun an für beide Vereine tätig sein und so noch bessere Möglichkeiten haben, die passende Begleitung für jeden Patienten und jede Patientin zu finden. Denn diese haben oft persönliche Wünsche: Sie möchten vielleicht lieber von einer Frau oder lieber von einem Mann besucht werden, sprechen gern über bestimmte Themen, wünschen Gesellschaft vor allem abends oder sogar in der Nacht oder bevorzugen Begleitung der eigenen Konfession. Auf der anderen Seite müssen die ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter ihren Dienst mit dem eigenen Beruf, der Familie und anderen Verpflichtungen in Einklang bringen.

Der Verein „Geborgen bis zuletzt“ wird im Juni in Nordstemmen sieben neue Begleiterinnen und vier Begleiter nach abgeschlossener Vorbereitung in ihr Ehrenamt einführen. Im September soll dann der erste gemeinsame Kurs der beiden Vereine starten, der voraussichtlich teilweise in Hildesheim, teilweise in Sarstedt stattfinden wird. Für alle, die Interesse an einer Fortbildung zum Sterbebegleiter oder zur Sterbebegleiterin haben, findet am Mittwoch, 24. Juni, um 18 Uhr in Hildesheim, Klosterstraße 6, eine Informationsveranstaltung statt. Nähere Informationen zum neuen Vorbereitungskurs erhalten gibt es unter der Telefonnummer 05121/9187462. Wiebke Barth