Elze, 21. September 2015

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Rat in allen Lebenslagen

Anja Hoppe ist die Nachfolgerin von Gisela Sowa beim Diakonischen Werk in Elze

Superintendent Christian Castel und Matthias Böning, Geschäftsführer des Diakonischen Werks, begrüßen Anja Hoppe in Elze. Foto: Neite

Elze. „Soziale Beratung in allen Lebenslagen“ steht draußen auf dem Schild beim Diakonischen Werk in Elze. Das Schild gibt schon es ein paar Jahre. Für die neue Mitarbeiterin passt es aber, als hätte sie es selbst bestellt. Eine umfassende Beratung bei verschiedensten und vielschichtigen Problemlagen: „Das ist das, was ich am liebsten mache und am besten kann“, sagt Anja Hoppe. Sie ist die Nachfolgerin von Gisela Sowa als Beraterin des Diakonischen Werks – Gisela Sowa betreut künftig das Projekt „Familien in Not“, das Anja Hoppe in Hildesheim aufgebaut hat.

„Der Tausch ist mit einer Neuorientierung des Projekts „Familien in Not“ verbunden“ erklärt Matthias Böning, Geschäftsführer des Diakonischen Werks im evangelischen Kirchenkreisverband Hildesheim. Auch am Kirchplatz 3 in Elze gibt es einen Neustart. „Nach meiner Meinung sollte die persönliche Sozialberatung im Vordergrund stehen“, sagt Superintendent Christian Castel.

Bei Anja Hoppe trifft er damit auf offene Ohren und Türen. „Was Beratung angeht, ist mir erstmal nichts fremd“, sagt die 50-Jährige. In Melle bei Osnabrück geboren und aufgewachsen, hat sie in Hildesheim Sozialpädagogik studiert und danach im Diakonischen Werk angeheuert. Dort begann sie in der Schuldnerberatung, wechselte bald in die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung. Sozialberatung und psychosoziale Unterstützung standen während der letzten Jahre bei „Familien in Not“ im Vordergrund. Erst kürzlich hat sie noch eine Zusatzausbildung in Systemischer Familientherapie“ abgeschlossen. Mithin, so Anja Hoppe: „Eigentlich fast allround.“

Zu ihren weiteren Aufgaben in Elze wird – neben der Mitarbeit in sozialen Gremien wie dem Runden Tisch oder dem Netzwerk Zukunft – auch die Arbeit mit Flüchtlingen gehören. Doch Anja Hoppe möchte diesen Bereich nicht isoliert sehen: „Mir ist unter dem Strich erst einmal egal, wer kommt.“ Wer Hilfe benötigt, ist ihr willkommen, gleich, um welche Art von Schwierigkeiten es sich handelt.

„Meistens gibt es eine vordergründige Problemlage, aber dahinter liegt oft noch ganz viel mehr“, so ihre Erfahrung. Ihr Ansatz sei es, die Anliegen der Rat suchenden Menschen möglichst umfassend zu behandeln, sagt Anja Hoppe. „Dafür braucht es natürlich eine sehr gute Ausbildung und breite Erfahrung“, kommentiert Matthias Böning – und genau diese Voraussetzungen bringe Anja Hoppe mit. Für spezielle Fällen hat sie außerdem einen direkten Draht zu den Fachberatungsstellen in Hildesheim.

Privat gehört das Lesen zu ihren liebsten Hobbys. „Ich liebe Harry Potter. Die Bücher, aber auch die Filme“, verrät sie. Ihre zweite literarische Leidenschaft gilt den skandinavischen Krimis. Außerdem strickt Anja Hoppe gerne und viel, sie hat ein Faible für komplizierte Muster: „Das ist eine kleine Wissenschaft.“

In Elze bietet die Hildesheimerin zweimal pro Woche offene Sprechzeiten an, montags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr. Auch für andere Wochentage können Sprechstunden vereinbart werden, per Telefon unter 05068/5568 oder per Mail dw.elze@evlka.de. Neben dem Diakonischen Werk bieten der Sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises, Wildrose e.V., Caritas (Suchtberatung) und künftig auch Asyl e.V. regelmäßige Sprechstunden im Gebäude der Superintendentur an. Ralf Neite