Hildesheim, 22. Juli 2017

Nachricht

Die Innovation beginnt mit dem Namen

Diakonie Leine-Innerste plant Sonnenkollektoren, die Eröffnung der Familienbildungsstätte an der Steingrube und „Diakonie nach innen“

Pastor Hans-Martin Joost, Theologischer Geschäftsführer der Diakonie Leine-Innerste. Foto: Barth

Hildesheim. Der Name ist neu, und auch beim Inhalt sind einige Veränderungen angestoßen. Das Diakonische Werk des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt e.V. hat sich für den täglichen Gebrauch in „Diakonie Leine-Innerste“ umbenannt. Denn diese Bezeichnung lässt sich nicht nur viel leichter merken, sie macht auch anschaulich, in welcher Region die Diakonie Leine-Innerste mit ihren Standorten Sarstedt, Hildesheim und Alfeld aktiv ist.
Zeigen, was Diakonie bedeutet und beinhaltet, das gehört zu den Aufgaben von Pastor Hans-Martin Joost, der als Theologischer Geschäftsführer mit einer Viertelstelle dem Geschäftsführer Falko Salbert zur Seite steht. Dazu gehört auch, die Fahrzeuge für die ambulante Pflege der Diakoniestationen in Hildesheim und Sarstedt mit dem neuen Namen und Logo zu versehen und den Internetauftritt der Diakonie zu überarbeiten.  

Die Autos sollen nach und nach auf Elektromobilität umgestellt und dann vor der Diakoniestation in der Schlesierstraße an Elektrotankstellen aufgeladen werden. Und nicht nur das: Das Altenheim Am Steinberg wird mit Sonnenkollektoren bestückt und soll seinen Strombedarf künftig selbst produzieren: „Falko Salbert ist als Geschäftsführer sehr innovativ“, freut sich Pastor Joost.
Die Evangelische Familienbildungsstätte in Hildesheim ist umgezogen und dadurch näher an die Innenstadt gerückt: In das frühere Mehrgenerationenhaus an der Steingrube. Dass die Familienbildungsstätte sich dort Tür an Tür mit anderen sozialen Trägern befindet, gefällt Hans-Martin Joost sehr: „Die werden sich gegenseitig befruchten.“ Am Samstag, 19. August, ab 14 Uhr, soll die Eröffnung in den neuen Räumen gefeiert werden.
All die Einrichtungen der Diakonie Leine-Innerste lassen sich nur betreiben mit Hilfe der rund 500 Mitarbeitenden. Sie im Blick zu haben, sieht der Pastor ebenfalls als seine Aufgabe als Theologischer Geschäftsführer: „Wir wollen nicht nur Diakonie nach außen sein, sondern auch Diakonie nach innen“, erklärt Pastor Joost. Wer Mitarbeitende gewinnen und halten will, so seine Überzeugung, muss nicht nur auf faire Bezahlung und Arbeitszeiten achten, sondern auch die einzelnen Menschen im Auge behalten: „Wie werde ich im Team angenommen? Werde ich überhaupt von den Vorgesetzten gesehen? Gehen sie konstruktiv damit um, wenn ich mal einen Fehler mache?“, all das sei den Mitarbeitenden sehr wichtig, erklärt der Pastor.
Ein Punkt, an dem es manchmal hake, seien Gespräche über die Wiedereingliederung langfristig erkrankter Mitarbeitender. Die Gespräche forderten viel Einfühlungsvermögen von den Leitungskräften, die aber andererseits bei personellen Engpässen unter Druck stünden. Deshalb soll es in Zukunft für sie eine Fallbesprechungsgruppe geben, um diese zwiespältigen Situationen besser zu bewältigen.
Der Pastor bietet zudem besondere Einführungstage für neue Mitarbeitende, an denen sie unter anderem darüber sprechen, was Arbeit in der Diakonie bedeutet – nämlich einerseits aus christlichem Verständnis und Mitgefühl für die Schwachen dazusein, andererseits aber harte Faktoren wie Kosten und gesetzliche Vorgaben zu beachten: „Das muss kein Widerspruch sein“, meint Hans-Martin Joost.  Wiebke Barth