Hildesheim, 26. Februar 2016

Nachricht

Modeberatung – und dabei Gespräche über die Not zu Hause

Nicole Keunecke unterstützt die Arbeit des Hospizvereins „Geborgen bis zuletzt“

Hier können Kundinnen sich nicht nur über die neueste Frühjahrsmode informieren, sondern auch über die Arbeit des Hospizvereins „Geborgen bis zuletzt“. Friedrich Wißmann, Gabriele Strehling, Nicole Keunecke, Cordula Birkhan, Martin Sohns und Rita Willke. Foto: Barth 

Hildesheim. Mode verkaufen und für den Hospizverein „Geborgen bis zuletzt“ werben – lässt sich das überhaupt miteinander vereinbaren? Für Nicole Keunecke, Filialleiterin der Modeboutique Betty Barclay im Hohen Weg durchaus. Sie habe zu vielen Kundinnen ein gutes Verhältnis, neben der Beratung über Kleiderfragen gebe es auch oft persönliche Gespräche, erzählt Nicole Keunecke. Und dabei habe sie schon häufig von den Nöten der Frauen gehört, wenn Angehörige unheilbar krank und pflegebedürftig seien: „Das ist ein sensibles Thema.“

Als sie von der Arbeit des Hospizvereins „Geborgen bis zuletzt“ erfuhr, habe sie diese Information gleich weiter gegeben, betroffene Kundinnen auf den Verein verwiesen. Und sich gefragt, wie sie helfen könnte: „Ich wollte schon lange diese sinnvolle Arbeit unterstützen.“ Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen Cordula Birkhan und Gabriele Strehling überlegte sie sich, an einem Sonnabend im Geschäft Waffeleisen aufzubauen und an Passantinnen frisch gebackene Waffeln zu verteilen, um deren Spendenbereitschaft anzuregen. Friedrich Wißmann, Vorsitzender des Vereins „Geborgen bis zuletzt“, sowie Koordinatorin Rita Willke und Koordinator Martin Sohns besuchten die Boutique, um sich die Aktion anzusehen.

Der gute Wille der Waffelbäckerinnen wurde allerdings auf eine harte Probe gestellt: Erst wehte ihnen vor der Tür kalter Wind um die Ohren, dann streikten die Waffeleisen nach der ersten Backrunde. Nicole Keunecke und ihre Mitarbeiterinnen machten fehlendes Gebäck mit Charme und Lächeln wett. Wiebke Barth