Lamspringe, 27. Juni 2018

Nachricht

Der Umzug des Kindergartens geht an zwei Tagen über die Bühne

Anfang September kehren die Lamspringer Kinder in die „Arche Noah“ zurück / Verstärkung sämtlicher Deckenträger verzögerte die Sanierung

Die Zeit der Bauzäune und des Baustaubs ist bald vorüber. Am ersten Septemberwochenende können die Kindergartenkinder in die „Arche Noah“ zurückkehren. Foto: Barth 

Lamspringe. Der Termin steht: Am 31. August und 3. September zieht der Kindergarten „Arche Noah“ mit allen drei Gruppen wieder in das angestammte Gebäude an der Hauptstraße zurück, verlässt nach gut einem Jahr die Übergangsunterkunft in der Realschule. Nach einem verheerenden Wasserschaden im Juli 2017 war das Gebäude zum Teil unbenutzbar geworden. Der Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld als Träger und die Gemeinde Lamspringe entschlossen sich daraufhin zur Komplettsanierung.

Zwar wäre allen Beteiligten lieber gewesen, die Kinder hätten wie geplant gleich nach den Sommerferien ihre frisch sanierten Räume beziehen können. Doch bei einem Elternabend im Martin-Luther-Haus gleich neben dem Kindergarten erläuterte Christiane Kesseler von der Bernward Immobilien GmbH, warum das nicht geklappt hat: Nachdem alle Materialien aus dem Gebäude entfernt, auch Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallationen ausgebaut waren, stand nur noch die nackte Trägerkonstruktion. So wurde offenbar, dass diese nicht mehr heutigen Ansprüchen standhielt. Eine neue statische Berechnung musste her, sämtliche Deckenbalken wurden verstärkt. Das habe die Sanierung verzögert, erläuterte Christiane Kesseler anhand von Fotos.

Eine der anwesenden Mütter äußerte Besorgnis, da ihre Tochter nach den Sommerferien von der Krippe in den Kindergarten wechselt und nun zuerst für einige Wochen in die Realschule und dann wieder zurück ziehen muss – die Krippe befindet sich ja in direkter Nachbarschaft des Kindergartens. Kindergartenleiterin Dagmar Habenicht versprach, die Erzieherinnen würden den Umzug mit den Kindern vorbereiten und begleiten, Probleme bei der Eingewöhnung erwarte sie nicht.

Die Bezugspersonen blieben ja die gleichen, meinte auch Sabine Schommartz, Pädagogische Leiterin für die Kindertagesstätten im Kirchenkreis. Sie bat die Eltern für die Umzugsphase um Verständnis: „Es geht nur zusammen.“ An den beiden Umzugstagen, so Schommartz, könnten die Kinder nicht betreut werden.

Anfängliche Bedenken, es könnte in der „Arche Noah“ nach dem Wasserschaden Schimmel auftreten, seien durch die geschilderte Komplettsanierung völlig ausgeräumt, freute sich Daniela Schmidt, ebenfalls Mutter eines Kindergartenkindes: „Meine Tochter hat sich in der Realschule wohlgefühlt, und sie wird sich auch hier wieder wohlfühlen.“ Friederike Reinhard bedankte sich als Mutter bei den Verantwortlichen „für die schnelle super Lösung“.

Die sei möglich geworden, weil alle an einem Strang gezogen hätten, betonte Superintendentin Katharina Henking. Zu Andreas Humbert, Bürgermeister der Gemeinde Lamspringe, habe immer ein kurzer Draht bestanden. Bei den Pädagoginnen wüssten die Eltern ihre Kinder in guten Händen und die Kirchengemeinde habe sich stets solidarisch gezeigt: „Die Kirchengemeinde hat die Trägerschaft zwar an den Kirchenkreis abgegeben, übernimmt aber trotzdem Verantwortung. Das ist etwas Besonderes“, sagte die Superintendentin. Sabine Schommartz kündigte an, zur Einweihung gebe es für alle eine Feier. Wiebke Barth