Alfeld/Hörsum, 10. März 2018

Nachricht

Vogelgezwitscher und Krokusse wecken Sehnsucht nach dem Frühling

„Musikalische Frühlingsreise“ beim Frauenfrühstück des Kirchenkreises

Caroline Berndt-Uhde.

Alfeld. Ein paar Sonnenstrahlen, die ersten Krokusse und das Gezwitscher der Vögel – diese Vorboten lassen den nahen Frühling erahnen und reichen aus, Sehnsucht und Vorfreude zu wecken. Diesem Gefühl der Erwartung hat Caroline Berndt-Uhde beim Frauenfrühstück mit ihrer „Musikalischen Frühlingsreise“ in vielfacher Weise Ausdruck verliehen.
Mehr als einhundert Frauen aus der Region Alfeld im Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld waren im Hotel „Zur Eule“ in Hörsum dabei. Viele von ihnen sind Stammgäste bei dieser Veranstaltung, reservieren jeweils gleich im Anschluss ihre Plätze für den nächsten Termin. „Man muss sich früh anmelden“, bestätigt Heidrun Hachmann aus Delligsen. Die lebhaften Gespräche an allen Tischen zeigen, dass unter den Frauen aus unterschiedlichen Ortschaften gleich Gemeinschaft entsteht.
Weit mehr Anmeldungen als freie Plätze gab es diesmal, erzählt Helga Rosenberg (Friedensgemeinde). Wie Regine Rose (Limmer) und Iris Behrendt (St. Georg Freden) gehört sie zum festen Team der Organisatorinnen. Frauen aus Grünenplan sorgen regelmäßig für selbstgebastelte Tischdekoration. Ihre Gruppe war durch die Grippe dieses Mal zwar arg geschrumpft, doch ein Ehemann half aus.

Die Plätze im Hotel "Zur Eule" sind zum Frauenfrühstück immer schnell vergeben. Fotos: Barth

Viele der Frauen sind in den Kirchengemeinden aktiv, gehören dem Kirchenvorstand an oder dem Chor. Das ist bei den Liedern zum Mitsingen zu merken, die Caroline Berndt-Uhde in ihr Frühlingsprogramm eingebaut hat. Sogar der Kanon klappt auf Anhieb. Neben Gesang und Gitarrenbegleitung hat Caroline Berndt-Uhde aber auch Gedichte und Geschichten mitgebracht, mal nachdenklich, mal anrührend, dann wieder zum Lachen. Spontaner Applaus und zustimmendes Nicken reihum bestätigen, dass sie den Nerv der Anwesenden getroffen hat.
Sie singt und erzählt von den Frühlingsboten, und dazu gehören neben Vogelgesang und Schneeglöckchen nach Reinhard Mey auch sinkende Heizölpreise und aufgerissene Straßen. „Der Frühling, das ist Gottes Ja zum Leben“, sagt die Musikerin, „und Ostern ist das Ausrufezeichen zum Frühling.“ Auch Helga Rosenberg liest eine nachdenkliche Geschichte vor: Sie handelt davon, dass man Trauer zulassen muss, damit Wunden heilen können, und dass die Trauer erträglich wird in Begleitung der Hoffnung.

Superintendentin Katharina Henking dankt den Organisatorinnen dafür, dass sie mit den Frühstücksterminen jeweils im März und Oktober jedes Jahr Gelegenheiten zur Begegnung schaffen. „Schade, die Zeit geht so schnell hin“, sagt eine Frau, als der gemeinsame Vormittag sich dem Ende nähert. Aber der nächste Termin im Oktober steht schon. Dann soll es um das Thema „Einhundert Jahre Frauenwahlrecht“ gehen.  Wiebke Barth