Nordstemmen, 7. Juni 2017

Nachricht

Eine Nacht für alle Sinne

Gemeinden in der Region Nordstemmen richten am 15. September die zweite Lange Nacht der Kirchen aus

Sie planen gemeinsam die Lange Nacht der Kirchen (v.l.): Pastor Bernd-Ulrich Rüter, Diakonin Rebecca Hamer-Meinen, Marlies Schramm, Karl-Erich Mundt, Heike Meisiek, Thomas Knackstedt, Pastorin Riikka Hinkelmann und Friederike Schröder 

Nordstemmen. Im September geht die Lange Nacht der Kirchen in der Region Nordstemmen in die zweite Runde. Einen Abend lang können BesucherInnen die evangelischen Kirchen in Heyersum, Barnten, Nordstemmen und Adensen von einer neuen Seite kennenlernen. In diesem Jahr lautet das Motto der langen Nacht: "Am Anfang war das Wort".

Schon seit dem vergangenen Herbst plant das Organisationsteam mit VertreterInnen der Gemeinden das Programm für den Abend des 15. September. "Die lange Nacht der Kirchen passt einfach perfekt in das Jahr der Reformation", findet Pastor Bernd Ulrich Rüter von der Dreikirchengemeinde Burgstemmen, Heyersum und Mahlerten. "Dementsprechend sollte das Programm einen reformatorischen Freigeist verströmen." Die BesucherInnen sollen in den vier Kirchen etwas Neues erleben können und dabei alle ihre Sinne einsetzen.

Los geht es um 19 Uhr in der Kirche St. Mauritius in Heyersum. Gebaut wurde sie ursprünglich als katholische Kirche. So lassen sich hier besonders viele Spuren der Reformation entdecken. Die BesucherInnen begeben sich auf eine Suche durch die Kirche und sollen dabei schauen, hören, fühlen und auch riechen.

Um 20 Uhr widmet sich die Katharinen-Kirche in Barnten dann ganz ihrer Namensgeberin. Katharina Luther, geborene von Bora, unterstützte ihren Mann bis zu seinem Tod. In Barnten erwartet die BesucherInnen ein eigens geschriebenes Theaterstück basierend auf Katharinas Tischreden.

In der St.-Johannis-Kirche Nordstemmen gibt es dann um 21 Uhr etwas für den Geschmackssinn. Hier heißt es: "Futtern wie bei Luttern". An einer langen Tafel werden die Gäste mit Speisen aus dem Spätmittelalter versorgt. Dazu kann man Zitaten aus Luthers Tischreden lauschen. Wichtig: Wie im Mittelalter üblich, sollte jeder Gast seinen eigenen Löffel mitbringen.

Für einen musikalischen Abschluss sorgt die St. Dionysius-Kirche in Adensen um 22 Uhr. Martin Luther hinterließ nach seinem Tod nicht nur zahlreiche Schriften, sondern auch viele Musikstücke. Der Musiker und Pastor Andreas Hülsemann hat einige seiner Choräle für ein Jazz-Ensemble bearbeitet und wird sie mit der Combo Jazzlike präsentieren. Im Anschluss kann man den Abend bei einem Glas Wein ausklingen lassen.

Die Arbeitsgemeinschaft, die das Programm entwickelt hat, besteht aus PastorInnen und Kirchenvorständen der beteiligten Gemeinden. Hier treffen nicht nur verschiedene Orte und Kirchengemeinden, sondern auch die Kirchenkreise Hildesheimer Land-Alfeld und Hildesheim-Sarstedt aufeinander. "Durch gemeinsame Projekte wie auch die Sommerkirche möchten wir dauerhaft die Zusammenarbeit in der Region stärken", erklärt Pastor Rüter.

Aber auch die Gemeindemitglieder und BesucherInnen sollen über den eigenen Tellerrand blicken und die Kirchen der Nachbarorte kennenlernen. Damit das gelingt, raten die Veranstalter am 15. September Fahrgemeinschaften zu bilden, um alle Kirchen besuchen zu können. Für Fahrradtouren seien die Distanzen zu weit. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Text & Foto: Julia Dittrich