Heinde, 6. August 2017

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Heinde lässt seine Kirche hochleben

Kirchengemeinde Innerstetal feiert 300-jähriges Kirchjubiläum mit Kirchenpatron und Bischof Meister

ie Kirchengemeinde Innerstetal feiert das 300-jährige Bestehen der Kirche in Heinde. Patronatsherr Nikolaus Graf von Kielmansegg, Bischof Ralf Meister, Pastorin Sabrina Wascholowski und Kirchenvorsteher Gerhard Meyer (von links) freuen sich über das gelungene Kirchjubiläum. 

Heinde. Seit 300 Jahren steht die Heinder Kirche bereits auf dem Kirchberg und trotzt Wind, Wetter und Ungemach. Dies hat die Kirchengemeinde Innerstetal jetzt in einem festlichen Gottesdienst mit Pastorin Sabrina Wascholowski, Patronatsherr Nikolaus Graf von Kielmansegg Landesbischof Ralf Meister und vielen Gläubigen gefeiert.

Vielleicht war vor 300 Jahren die Kirche auch so voll wie jetzt zum Jubiläum. Diese Frage stellt sich an diesem Tag nicht nur Bischof Meister. Das Kirchenoberhaupt ist sich dagegen sicher, dass dieser Raum auch noch in 300 Jahren gut besucht sein wird. Die Kirche ist für ein Dorf das, was eine Wohnstätte für den Einzelnen sei – ein Spiegelbild des Lebens, davon ist der Bischof überzeugt. Die Heinder Kirche throne wie eine Trutzburg auf dem Berg und sei schon von weitem eine imposante Erscheinung. Dies zeige sich nach innen wie nach außen. Nach innen – mit dem hell strahlenden Himmel, dem prächtigen Altar oder dem Bild über der Patronatspriche, das den Sündenfall darstellt. „Ich habe noch nie im Angesicht des Sündenfalls gepredigt“, gibt denn auch Bischof Ralf Meister schmunzelnd zu bedenken.  

Pastorin Sabrina Wascholowski und Landesbischof Ralf Meister. Foto: Konrad-Nöhren 

Vor 300 Jahren hat Ludolf Achaz von Wallmoden die Kirche bauen lassen – auf einem Platz, der vermutlich schon immer eine Kultstätte gewesen ist und auf dem Fundament einer älteren Kirche, von der allerdings nicht viel bekannt ist. Achaz von Wallmoden hat dies mit dem Allianzwappen Wallmoden/Heimburg – sein Wappen und das seiner Frau Anna Elisabeth von Heimburg – am Altar 1717 festgehalten. Ziemlich sicher aus der ersten Kirche stammen die kleinen Christus-Figuren und die „Ersatz-„Evangelisten an der Orgel-Empore. Der Turm sei älter, trug auch früher einen gotischen Spitzhelm, berichtet Patronatsherr Graf von Kielmansegg. Der Dachstuhl sei allerdings noch unter dem der jetzigen welschen Haube vorhanden. Kirchenpatron Graf von Kielmansegg ist ein Nachfahre derer von Wallmoden. Ihm liegt die Geschichte von Heinde und seiner Kirche sehr am Herzen und er nimmt die Aufgaben als Patronatsherr sehr ernst. So wäre die Renovierung der Kirche vor zwei Jahren ohne sein großes Engagement und Wissen um den Bau kaum möglich gewesen.

Und Feste weiß auch Graf von Kielmansegg zu feiern und hat für das große Kirchenjubiläum eine Zusage von Bischof Meister bekommen. Ralf Meister hatte im Vorfeld auch zugesagt, im Anschluss an den Festgottesdienst mit der Gemeinde vor der Kirche ein Weilchen zu feiern. So klang bei schönstem Sonnenschein das Kirchjubiläum mit einem kleinen Imbiss und vielen Gesprächen aus. Kirchenvorsteher Gerd Meyer, Graf von Kielmansegg und Pastorin Sabrina Wascholowski sind rundum zufrieden mit der Feier. „Bestes Wetter zum 300-jährigen Kirchenjubiläum mit einem Besuch des Bischofs – was will man mehr“, freuen sich die Verantwortlichen der Kirchengemeinde Innerstetal. Manuela Konrad-Nöhren