Grünenplan, 6. August 2017

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Schöner Wohnen auf dem Lande

Kirchenstiftung Miteinander Füreinander feiert Sommerfest mit Superintendentin Katharina Henking

  

Grünenplan. Schöner Wohnen auf dem Lande – das ist kein Magazin für angehende Hausbesitzer oder gar ein Werbeslogan. Es ist eine Aufwärmübung für Sänger. Superintendentin Katharina Henking findet die Lippenlockerung inhaltlich aber auch zutreffend. Seit ihrer Visitation weiß sie, wie schön Grünenplan ist. Umso erfreuter ist sie, dass sie an diesem Sonntag erneut dort in der evangelisch-lutherischen Kirche sein kann. Genauso geht es Wilfried Röbbeln. Er ist Kuratoriumsvorsitzender von Miteinander Füreinander. Die Kirchenstiftung feierte am vergangenen Wochenende ihr Sommerfest in Grünenplan.
Es war das fünfte Stiftungsfest insgesamt und das erste in Grünenplan. „Es ist Tradition, dass wir durch die Gemeinden reisen, um die Menschen zu erreichen“, erklärt Wilfried Röbbeln. In Grünenplan ist die Kirchenstiftung ein gern gesehener Gast. „Wir hatten tatkräftige Unterstützung aus der Gemeinde“, freut sich Röbbeln. Seit Gründung im Jahr 2003 unterstützt die Stiftung in den Bereichen Diakonie und Jugendarbeit, Denkmalpflege und Kultur. 62 Projekte konnten bisher mit insgesamt 65.000 Euro gefördert werden. Nach Grünenplan gingen zum Beispiel 5000 Euro für die Orgelrestaurierung.
 

  

Christliche Werte bewahren und Zukunft gestalten, das sind die Ziele von Miteinander Füreinander. „Wir sind aktiv, wo sich kirchliches Engagement und gesellschaftliches Interesse treffen“, erläutert Röbbeln den zahlreichen Besuchern. Seit 2013 hat sich die Stiftung sogar für Gemeinden außerhalb des Kirchenkreises Alfeld geöffnet. Im Vorjahr machte Rheden als erster Partner davon Gebrauch. Die Landeskirche steht hinter der Stiftung. Jeden dritten Euro, der beim Sommerfest gespendet wurde, bezuschusst sie mit einem zusätzlichen Euro. Das Vermögen der Stiftung beläuft sich aktuell auf 410.000 Euro.
Geld steht bei dieser Gelegenheit aber nicht im Mittelpunkt. Es geht darum, die Arbeit der Stiftung bekannt zu machen. Und die GrünenplanerInnen können ihrerseits zeigen, warum es sich auf dem Land schön wohnt. Der Frauenkreis und der Gospelchor stellen Kuchen und Torten für das reich gedeckte Buffet. Letztere – die „Greenfields“ – gestalten den Gottesdienst außerdem musikalisch. Kreisarchäologe Dr. Christian Leiber referiert zur Geschichte der Waldglashütten im Hils. Die Andacht kommt von Superintendentin Henking.
 

Fotos: Stöckemann

Schöner Wohnen auf dem Lande, das sei nur dank der Menschen möglich, erklärte Superintendentin Katharina Henking dazu. „Auch Gotteshäuser müssen bewohnt, gepflegt und geliebt werden“, erinnert sie in Bezug auf den Psalm 84 „Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth“, und ergänzt: „Hier in der Grünenplaner Kirche spüre ich, dass dem so ist.“ „Eine geistliche Heimat brauchen wir wie das Licht im Leben und die Luft zum Atmen“, sagt die Superintendentin. Damit Menschen wie in Grünenplan ihre Gotteshäuser erhalten und weiterhin tatkräftig Gemeindearbeit leisten können, gibt es die Unterstützung der Kirchenstiftung Miteinander Füreinander. Björn Stöckemann