Hildesheim, 12. April 2017

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Viel Potential und viele Blüten

Der Beirat Evangelische Bildung Hildesheim-Sarstedt entwickelt Ideen für die Zukunft

Foto: Stöckemann 

Hildesheim. Das Projekt Evangelische Bildung hat viel bewirkt. In den vergangenen drei Jahren sind die gegenseitige Wahrnehmung und die Zusammenarbeit der verschiedenen evangelischen Bildungsakteure deutlich stärker geworden. Beispielhaft dafür sind zwei Kooperationsvorhaben, die im Rahmen des Projektes entstanden sind: Die evangelischen Kitas und Studierende der Universität Hildesheim tauschen sich über religionspädagogische Methoden und kindgerechte Gottesdienste aus. Und das Diakonische Werk arbeitet mit einem Familienzentrum an Strategien gegen Bildungsarmut bei Kindern. Auch sonst hat sich viel Neues entwickelt: Regelmäßige Netzwerktreffen, ein Fachtag zum interreligiösen Lernen, ein Reiseführer durch die Bildungslandschaft sowie neue Musikformate. So zeigt sich die Evangelische Bildungslandschaft in der Region vielfältig und mit viel Potential.
Dies war auch die einhellige Meinung der rund 20 Leiterinnen und Leiter von evangelischen Bildungseinrichtungen, die sich zur Zukunftswerkstatt im Institut für organization studies der Hildesheimer Universität trafen. „Das reicht von den Kitas über die Familienbildungsstätte, das Andreanum, den Jugenddienst bis zur Erwachsenenbildung und Diakonischen Bildung – eine starke Besetzung“, findet Projektkoordinatorin Michaela Grön. Institutsleiter Prof. Dr. Herbert Asselmeyer war Gastgeber und Moderator der Zukunftswerkstatt und lenkte den Blick sowohl in die Vergangenheit als auch nach vorn: Was hat die evangelische Bildung Hildesheim-Sarstedt bisher erreicht, wie steht es im Moment um sie und wohin wollen die Akteure sie lenken? 

  

Am Ende stehen drei Punkte auf der Wunschliste der Arbeitsgruppen: ein gemeinsames Leitbild, das die vielfältigen Stationen und die Verbindungen untereinander abbildet und welches die inklusive, ökumenische und interreligiöse Grundhaltung deutlich macht. Dazu ein gemeinsamer Auftritt in der Öffentlichkeit durch Veranstaltungsreihen zu Jahresthemen unter Beteiligung vieler Einrichtungen. Und schließlich eine Fortsetzung der jährlichen Netzwerktreffen für den Austausch untereinander.
An der Zukunftswerkstatt beteiligte sich auch Superintendent Mirko Peisert, der die Evangelische Bildungslandschaft mit einem Garten verglich: „Ein Garten ist erst dann schön, wenn er wirklich vielfältig ist. Wenn eine Blüte die andere ablöst und nicht alles gleichzeitig blüht. So sollten sich auch die unterschiedlichen Stationen einer Bildungsbiografie ineinander fügen“, regte er zu Beginn an. Abschließend resümierte Peisert: „Bildung ist ein zentraler Baustein unserer kirchlichen Arbeit. Darauf setzen wir im Kirchenkreis auch in Zukunft, zusammen mit unseren starken Partnern an den Schulen, der Universität und in der Diakonie“.
Das vierjährige Modellprojekt der Landeskirche „Aufbau einer evangelischen Bildungslandschaft“ endet Anfang 2018, die Evangelische Bildung ist aber selbstverständlich nicht am Ende. „Ich freue mich darüber, wie engagiert und produktiv die Akteure zusammenarbeiten. So sind heute gute Ideen entstanden, wie es weiter gehen soll“, sagt Koordinatorin Grön. Björn Stöckemann