Lima, 1. Juli 2017

Nachricht

Neue Häuser im Eigenbau für Lawinenopfer in Peru

Pastor Werner Hinz berichtet aus Lima und erbittet weitere Spenden

Hildesheim/Lima. Zwölf Jahre lang war er Gemeindepastor der Matthäusgemeinde in Hildesheim. Jetzt hilft Pastor Werner Hinz als Interimspfarrer der Christuskirche in Lima gemeinsam mit seiner Gemeinde Obdachlosen und den Opfern der vielen verheerenden Schlammlawinen. Darunter leidet Peru in diesem Jahr noch mehr als sonst: Statt der gewöhnlich zwölf Schlammlawinen im Jahr sind bis April schon rund 700 Lawinen von den Bergen gestürzt. Ortschaften wurden von der Außenwelt abgeschnitten, Häuser, Wohnungen und Anbauflächen zerstört.
Nach der ersten Phase der Soforthilfe mit Sachspenden, Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten, beginnt nun die Phase des Wiederaufbaus. In Absprache mit anderen deutschsprachigen Organisationen unterstützt die Christusgemeinde Lima den Aufbau in Utcu, einem kleinen Bergdorf. Mit den bisher 19000 Euro an eingegangenen Spendengeldern können sechs Wohnhäuser für mehr als 30 Menschen in angeleiteter Eigenarbeit errichtet werden.
Der Aufbau von ländlichen Wohnhäusern in der Provinz Ancash in Peru hat mit der Eigenherstellung von Lehmziegeln begonnen. Aus der Arbeit der Gemeinde sei die Organisation „Diaconía“ für ländliche Entwicklung hervorgegangen, berichtet Pastor Hinz. Diese Organisation kümmere sich um die Arbeiten vor Ort mit Sachkenntnis aus jahrzehntelanger Erfahrung und großer Sorgfalt.
Anfangs, so Pastor Hinz, komme der Eigenaufbau langsam voran, denn die Ziegel brauchten Zeit zum Trocknen. Er werde sich in etwa drei Wochen selbst ein Bild vom Fortschritt der Hilfe machen. Zwar verlasse er Peru Anfang August, so der Pastor. Er sei aber davon überzeugt, dass Verwaltung und Kirchenvorstand der Christusgemeinde auch in Zukunft dafür sorgen werden, dass alle eingehenden Spenden wirklich den hilfsbedürftigen Bauernfamilien zugutekommen und das Projekt zuende geführt wird.
Der Wiederaufbau im Land werde durch schwache, immer wieder von Korruption gelähmte staatliche und kommunale Strukturen aufgehalten, bedauert Pastor Hinz: „Umso wichtiger sind Zeichen, dass es auch anders geht, für die einfachen, unglaublich fleißigen und bescheidenen Menschen auf dem Land.“ Pastor Hinz würde sich daher um weitere Spenden als Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Peru freuen. Die Kontoverbindung lautet „Iglesia Evangélica Luterana en el Perú“, Evangelische Bank Kassel, IBAN: DE05 5206 0410 0000 8025 90, BIC: GENODEF1EK1. Spendenbescheinigungen werden ausgestellt, wenn EinzahlerInnen ihre Anschrift und das Stichwort „Katastrophenhilfe“ angeben.